Land & Leute
An Klein-Venedig erinnerten die wasserumspülten Hütten den Spanier Alonso de Ojeda und den Genuesen Amerigo Vespucci, als sie 1499 die Küste im Norden Südamerikas entdeckten. Seither wird das Land am Karibischen Meer Venezuela genannt.
Zahlreiche Inseln sind der Küste vorgelagert, davon gehören die größeren im Westen zu den Niederlanden. Das Land mit mehr als 1000 Flüssen und dem höchsten Wasserfall der Erde gehört zu den wasserreichsten der Erde und besteht aus drei Großlandschaften: Im Westen die Anden, das Orinoco-Tiefland in der Mitte und nach Osten erstreckt sich das Guyana-Hochland. In den unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen hat sich eine wunderbare Flora und Fauna entwickelt.
Erdöl, Erdgas, aber auch große Eisenerzvorkommen und Bauxit machen Venezuela zu einem rohstoffreichen Land.
Man sagt, dass jeder zweite Venezolaner einen nicht im Land geborenen Großvater hat. Flüchtlinge aus anderen südamerikanischen Diktaturen bzw. aus Franco-Spanien haben hier eine neue Heimat gefunden. Dreiviertel von ihnen haben sich im Küstenstreifen angesiedelt, während die südlichen Gebiete fast menschenleer sind. Die junge Bevölkerung – etwa 50% ist jünger als 15 Jahre – setzt sich zusammen aus 70% Mulatten und 20% Weißen. Den Rest machen Schwarze und Indianer aus. [...]
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